Apr 15, 2022

Azubi-Mangel: So gewinnen Sie neue Talente!

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Azubi-Mangel in Deutschland – so entscheiden Sie den Kampf um Azubis für sich

Deutschen Unternehmen fehlen die Azubis.

Immer weniger Nachwuchskräfte bewerben sich auf offene Ausbildungsplätze, seit einiger Zeit bleiben viele Berufsausbildungsstellen sogar unbesetzt. So gab es allein im Ausbildungsjahr 2021 39.000 weniger Bewerber als noch im Vorjahr (Bundesagentur für Arbeit).

Deutschen Unternehmen fehlen zudem qualifizierte Azubis.

Der Azubi-Mangel geht auch Hand in Hand mit einem Fachkräftemangel, den tatsächlich über 50 Prozent der Unternehmen heute als größtes Geschäftsrisiko sehen (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz).

Doch warum genau ist es so schwer, geeignete Auszubildende zu finden? Welche Gründe gibt es für den Azubi-Mangel, und wie können sich Unternehmen im „War for Talents“ behaupten? Wir verraten Ihnen in diesem Beitrag fünf Tipps, mit denen Sie den Kampf um Azubis für sich gewinnen, und zeigen Ihnen, was digitale Lernplattformen damit zu tun haben.


Was sind die Gründe für den Azubi-Mangel?

Der Rückgang der Bewerberzahl auf die Ausbildung hat zum einen branchen- und unternehmensspezifische, zum anderen aber auch gesamtgesellschaftliche Gründe. Insgesamt lassen sich drei Ursachen für den Azubi-Mangel feststellen.

  • Die Berufsausbildung hat einen schlechten Ruf

Während vor 50 Jahren der Anteil der Abiturienten bei 20,4 Prozent lag, erlangten im Jahr 2020 46,8 Prozent der Schulabgänger die Hochschulreife (Bundesministerium für Bildung und Forschung). Die Zahl der Studienberechtigten steigt kontinuierlich an – und viele schlagen nach dem Schulabschluss auch tatsächlich den Weg des Studiums ein, anstatt eine Berufsausbildung zu machen. So kommt es, dass es im Jahr 2020 schließlich das erste Mal mehr Studienanfänger als neu abgeschlossene Ausbildungsverträge gab (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung).

Viele erhoffen sich durch das Studium bessere Karriereaussichten und höhere Gehälter. Zudem kommt es immer mehr zu einer Akademisierung von Berufen, zum Beispiel in der Gesundheitsbranche. 

Ist die duale Berufsausbildung also ein Auslaufmodell? Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Tatsächlich hängt das vom Beruf, der Branche und nicht zuletzt vom Betrieb ab, der einen großen Einfluss darauf hat, wie attraktiv die Berufsausbildung für die Nachwuchskräfte ist. Kommen wir also zum nächsten möglichen Grund für den Azubi-Mangel: fehlende Arbeitgeberattraktivität.

  • Die angebotenen Ausbildungsplätze sind wenig verlockend

In vielen Branchen müssen Azubis mit niedrigen Gehältern, begrenzten Aufstiegsmöglichkeiten und unattraktiven Arbeitsbedingungen rechnen. Es ist nicht verwunderlich, dass Ausbildungsberufe in diesen Bereichen besonders von einem Azubi-Mangel betroffen sind.

Zudem werden in vielen Ausbildungsbetrieben oft veraltete Lehrinhalte vermittelt sowie überholte Lehrmethoden angewandt. Eine Ausbildung, die dem Zeitgeist hinterherhinkt, ist für junge Menschen wenig interessant. Laut dem Ausbildungsreport 2019 des Deutschen Gewerkschaftsbunds erhält beispielsweise fast die Hälfte der Azubis keine gezielte digitale Qualifizierung. 

Hier haben viele Ausbildungsbetriebe also noch einiges an Aufholbedarf, um für die Digital Natives der Generation Z attraktiver zu werden und sich als zukunftsfähige Unternehmen zu präsentieren.

  • Es gibt immer weniger junge Menschen

Einen großen Einfluss auf den Azubi-Mangel und Fachkräftemangel hat der demografische Wandel. Die deutsche Bevölkerung wird immer älter. Das heißt, dass es langfristig immer weniger junge Menschen und damit Schulabgänger geben wird – und somit neue potenzielle Azubis. Gleichzeitig kommen die Fachkräfte der älteren Generation ins Rentenalter. Die Folge: Es wird schwierig, Nachfolger für die freiwerdenden Positionen zu finden.

Diese Berufe sind vom Azubi-Mangel besonders betroffen

Der Azubi-Mangel betrifft Berufe aus den unterschiedlichsten Branchen. In den vergangenen Jahren hatte aufgrund der Corona-Krise besonders das Gast- und Verkehrsgewerbe mit deutlich weniger Bewerbern zu kämpfen (Statistisches Bundesamt).

Einer der Ausbildungsberufe, der seit Jahren einen drastischen Rückgang der Bewerber zu verzeichnen hat, ist der des Fleischers. Darüber hinaus bleiben auch in folgenden Berufen viele Ausbildungsplätze unbesetzt (statista):

  • Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk
  • Restaurantfachkraft
  • Klempner
  • Betonbauer
  • Hotelkaufmann
  • Bodenleger
  • Gerüstbauer
Motivierte Auszubildende am Arbeitsplatz

Schaut man sich die Arbeitsbedingungen in den genannten Branchen und Berufen mit Azubi-Mangel genauer an, zeigen sich einige Hinweise, warum hier die Azubis fehlen – das Thema Arbeitgeberattraktivität spielt dabei eine große Rolle. 

5 Tipps, um Azubis für sich zu gewinnen

Gegen den demografischen Wandel können Sie als Unternehmen erst einmal nicht viel anrichten. Umso wichtiger ist es, dass Sie die wenigen Nachwuchskräfte, die sich auf dem Ausbildungsmarkt finden lassen, auf sich aufmerksam machen. Wir verraten Ihnen fünf Tipps, wie Sie qualifizierte und motivierte Talente für Ihre Ausbildung gewinnen.

  • Ausbildungsmarketing verbessern

Eine sehr wichtige Maßnahme, um sich im „War for Talents“ sichtbar zu machen, ist ein überzeugendes Ausbildungsmarketing. Geben Sie potenziellen Azubis einen authentischen Einblick in Ihr Unternehmen. Das funktioniert beispielsweise mit glaubwürdigen Testimonials. Lassen Sie Ihre ehemaligen oder aktuellen Auszubildenden über deren Erfahrungen sprechen und ihre Geschichte erzählen. So bekommen junge Menschen eine Idee, wie ihr Weg in Ihrem Unternehmen aussehen könnte.

Natürlich brauchen Sie für Ihre Botschaften und Kampagnen auch geeignete Kanäle. Das junge Publikum erreichen Sie am besten über die digitalen Medien. Zeigen Sie, dass Sie mit den modernen Kommunikationskanälen umzugehen wissen und Ihren Nachwuchskräften auf Augenhöhe begegnen.

  • Attraktive Anreize schaffen

Überzeugen Sie potenzielle Azubis mit handfesten Argumenten. Dazu gehören in erster Linie ein angemessenes Gehalt und faire Arbeitsbedingungen. Eine gute Work-Life-Balance ist vielen jungen Menschen heute sehr wichtig; das Arbeiten in langen Schichten und am Wochenende ist dabei wenig attraktiv. Stattdessen liegen flexible Arbeitsmodelle und Arbeitszeiten hoch im Kurs.

Weitere Anreize zuzüglich zum Gehalt sind Zusatzleistungen wie Bonuszahlungen und ein Zuschuss zum Öffentlichen Personennahverkehr. Oder bieten Sie Ihren Azubis beispielsweise ein modernes Bike-Leasing, um sich als umweltbewusstes und zukunftsgerichtetes Unternehmen zu präsentieren.

Geben Sie Ihren Azubis zudem eine Perspektive. Zeigen Sie Schulabgängern, dass sie auch mit einer beruflichen Ausbildung Karriere machen können. Mit einer Übernahmegarantie, konkreten Karriereaussichten und Weiterbildungsangeboten motivieren Sie Ihre Azubis und binden sie an Ihr Unternehmen. Azubi-Bindung ist ein weiterer wichtiger Aspekt, um den Kampf um Azubis für sich zu gewinnen.

Lächelnde junge Frau mit Lernbüchern


  • Azubi-Bindung vor und während der Ausbildung

In der Regel vergehen zwischen dem Recruiting und dem Start der Ausbildung viele Monate. Lassen Sie diese nicht ungenutzt verstreichen. Sonst riskieren Sie nämlich, dass Ihre Azubis sich in dieser Zeit noch einmal umorientieren und die Ausbildung gar nicht erst antreten. Nutzen Sie die Zeit stattdessen, um die Azubis an sich zu binden. 

Laden Sie Ihre neuen Azubis zum Beispiel zu Events wie dem Sommerfest ein. Wenn Sie in Ihrem Unternehmen ein Intranet oder ähnliche Kommunikationswerkzeuge nutzen, können Sie dort entsprechende Räume und Gruppenchats eröffnen, damit sich die neuen Azubis schon vorab mit anderen Azubis oder auch den Ausbildern austauschen können. 

Perfekt nutzen Sie die Zeit vor Ausbildungsstart mit Maßnahmen zur Höherqualifizierung. So stellen Sie sicher, dass Ihre neuen Azubis optimal auf die Ausbildung vorbereitet sind.

  • Azubis höher qualifizieren

Höherqualifizierung heißt, dass Sie auch Azubis mit niedrigerem Bildungsstand und Wissenslücken fit für die Ausbildung und den Beruf machen. Idealerweise nutzen Sie hierzu digitale Lernplattformen wie simpleclub. Dort können angehende Azubis selbstständig eventuelle Lernlücken aus der Schule schließen sowie neue Fähigkeiten und Kenntnisse erlernen, die sie für eine erfolgreiche Ausbildung brauchen. So können Sie aktiv gegen den Fachkräftemangel vorgehen und sich hochmotivierte sowie hochqualifizierte Arbeitskräfte ins Unternehmen holen.

  • Lerninhalte digitalisieren

Bei allen bisher genannten Tipps spielt das Thema Digitalisierung der Lerninhalte eine große Rolle. Die Integrierung von digitalen Lernformaten in Ihr Ausbildungsprogramm ist für die Digital Natives der neuen Generationen ein überzeugender Anreiz im Ausbildungsmarketing. Nutzen Sie und werben Sie mit beliebten Lernplattformen wie simpleclub, mit denen die Nachwuchskräfte von heute schon vertraut sind, ist das ein großer Pluspunkt.

Digitale Lernplattformen unterstützen Sie darüber hinaus bei der Qualifizierung und Bindung von Azubis vor, während und nach der Ausbildung. 

Azubis arbeiten gemeinsam am Computer


Ihre Geheimwaffe gegen den Azubi-Mangel

Das A und O im Kampf gegen den Azubi-Mangel ist, sich als attraktiver und zukunftsgewandter Arbeitgeber zu präsentieren.

Hierzu darf ein digitales Lernangebot nicht fehlen. Digitales Lernen ist das Lernen der Zukunft. Um in der Arbeitswelt von morgen bestehen zu können, ist es insgesamt elementar, dass Sie die digitalen Fähigkeiten Ihrer Mitarbeitenden fördern.

Mit der Lernapp simpleclub schaffen Sie die idealen Voraussetzungen, um Talente für sich zu gewinnen und zu qualifizierten Fachkräften auszubilden, die auch nach der Ausbildung in Ihrem Unternehmen bleiben. Mit simpleclub bieten wir Ihnen ein leicht zu bedienendes Werkzeug, das für die vielfältigsten Branchen und Berufe mit Azubi-Mangel anwendbar ist. Dafür passen wir unser Angebot stetig an die neuen Anforderungen und Herausforderungen von Unternehmen und Azubis an.

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